Nach der Sommerpause, trifft sich die Lesegruppe „Deutsche Literatur lesen“ in der Stadtbibliothek Bozen wieder. Schwerpunkt auf zeitgenössischen Autorinnen und Autoren: Wir besprechen die Besonderheiten und die Wirkung des Textes auf uns und diskutieren über alle Beobachtungen und Fragen, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Diskussion einbringen.
Und für den 10. September beschäftigen wir uns mit dem neuen, besonderen, historischen Roman: „Im ersten Licht“ vom österreichischen Autor Norbert Gstrein. Vor der Diskussion werden wir auch die kommenden Titel für den Herbst vereinbaren. Gerne können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer uns weitere Titel oder Neuerscheinungen empfehlen.
So wird der Roman auf seinem Klappentext vorgestellt:
Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstreins überwältigender neuer Roman – nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2026.
Ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes Leben zerbrechlich in diesem Roman, der mit einem Axthieb beginnt: Adrians Vater macht ihn als Jugendlichen untauglich für den Ersten Weltkrieg, rettet ihn so vielleicht. Der störrische, zärtliche Mensch, der von da an durch über achtzig Lebensjahre hinkt, ist das Wunder dieses Erzählens. Adrian sieht zweimal seine Welt untergehen, hat zweimal mit jungen Männern zu tun, die weniger Glück hatten als er, und erlebt im Alter die unverhoffte Liebesgeschichte eines Mannes, der zu allem erzogen wurde, bloß nicht zum Lieben. Wie leben im Schatten der Kriege, der Verantwortungen und des Tötens?
Norbert Gstrein, geboren 1961 in Mils in Tirol, studierte Mathematik in Innsbruck und besuchte dann sprachphilosophische Seminare in Stanford, Kalifornien, und Erlangen. 1988 war er Gast des Literarischen Colloquiums Berlin, promovierte mit der Arbeit "Logik der Fragen" und veröffentlichte seine erste Erzählung "Einer". Gstrein erhielt unter anderem den Alfred-Döblin-Preis, den Uwe-Johnson-Preis sowie den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung.
Info: 0471 997940, infobiblio@gemeinde.bozen.it
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