Mit dem Treffen am 11. September beginnt die Gruppe ihre Reise zur Entdeckung der dänischen und grönländischen Literatur: wir werden Trilogia di Copenhagen von Tove Ditlevsen (Fazi, 2024) gemeinsam kommentieren.
Die kleine Tove lebt mit ihren Eltern und ihrem Bruder in einem Arbeiterviertel von Kopenhagen; sie wünscht sich nichts sehnlicher, als Gedichte zu schreiben, doch ihr Vater ist überzeugt, dass Frauen keine Schriftstellerinnen sein können. In dieser Phase keimt in ihr das Gefühl auf, fehl am Platz zu sein, das sie ihr ganzes Leben lang begleiten wird. Nachdem sie die Schule sehr früh abgebrochen hat, macht Tove mit vierzehn Jahren ihre ersten Schritte in die Arbeitswelt und genießt endlich die ersehnte Freiheit, die neue Freundschaften und die ersten unbeholfenen Begegnungen mit Männern mit sich bringt. Doch sie hungert nach Poesie, nach Liebe, nach dem wahren Leben. Und das wahre Leben beginnt. Sie hat keine Ahnung, wie viele Kämpfe noch vor ihr liegen.
Tove Ditlevsen (14. Dezember 1917 in Kopenhagen; 7. März 1976 ebenda) war eine dänische Schriftstellerin von Prosa und Lyrik. Die Autorin war für ihre Autofiktion bekannt. Ihr Werk wird sowohl der Frauenliteratur als auch der Arbeiterliteratur zugerechnet. Obwohl sie in ihrer Heimat beliebt war, erlangte sie erst nach ihrem Tod internationale Anerkennung, als ihre Memoiren und Texte in andere Sprachen übersetzt wurden. Ihr Leben war von der schwierigen Mutter-Tochter-Beziehung, dem Bestreben nach sozialem Aufstieg und ihren vier gescheiterten Ehen sowie der Doppelrolle als Hausfrau, Mutter und Schriftstellerin geprägt, was sich stark in ihrer Literatur widerspiegelt.
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