Anlässlich des achtzigsten Jahrestags des Referendums vom 2. Juni 1946, bei dem Frauen in Italien erstmals wählen durften, organisiert die Stadtbibliothek eine öffentliche Veranstaltung, die sich dem langen und komplexen Weg zur Anerkennung des Frauenwahlrechts widmet.
Die Veranstaltung findet am Dienstag, den 26. Mai 2026 um 18.00 Uhr in der Stadtbibliothek statt und wird von der Kunsthistorikerin Emanuela Morganti, Professorin an der Universität Urbino, gehalten. Mit einem originellen und anschaulichen Zugang führt die Referentin das Publikum durch satirische Karikaturen, die zwischen 1848 und 1948 in verschiedenen italienischen Zeitschriften erschienen sind, und eröffnet damit einen Einblick in das politische und kulturelle Klima, das ein Jahrhundert lang den Kampf um das Frauenwahlrecht begleitet hat. Die Satire wird so zu einem aufschlussreichen Instrument, um Widerstände, Ironie und gesellschaftliche Veränderungen dieser Zeit besser zu verstehen.
Emanuela Morganti ist Kunsthistorikerin und Dozentin an der Universität Urbino. Ihre Forschung konzentriert sich auf die Wechselbeziehungen zwischen Bildern, Gesellschaft und Kommunikation im 19. und 20. Jahrhundert, mit besonderem Augenmerk auf die Satire. In den letzten Jahren hat sie sich intensiv mit dem Thema Frauenwahlrecht anhand von Karikaturen aus den Jahren 1848 bis 1948 beschäftigt; diese Forschung wird in einer demnächst erscheinenden Publikation zusammengefasst.
Die Initiative wird in Zusammenarbeit mit dem Frauenarchiv/Archivio storico delle donne sowie mit dem Verein Geschichte und Region/Storia e regione realisiert.
Info: 0471 997940, stadtbibliothek@gemeinde.bozen.it